Wie super ist Bootstrap wirklich?

Wurbelfritzer Sepp (wbcemaster!) on 06.12.2014

Bootstrap steht für große Schriften, große Bilder, Grids und riesige Slider. Tatsächlich fährt Bootstrap nur auf dem Trittbrett eines neuen Trends im Webdesign mit.

Bootstrap macht eigentlich etwas, was lange Zeit sehr verpönt war: Die Vermischung von Inhalt und Design. Ein Makel der auch den "bösen" Layout-Tabellen anhing.

Zur Erinnerung: Nach der reinen Lehre von sauberem HTML sollen StyleSheet-Klassen den Zweck des Objekts benennen, und diese wird dann per CSS gestaltet. So soll das Menü eben in einen <div class="topmenu"> stecken, und wie das dann aussieht, soll einzig im CSS definiert sein.
Bootstrap hebelt das aus: Die Class muss einen bestimmten Namen haben, erst dadurch bekommt es das entsprechende Design. Will man das Design ändern, muss man die Klassen ändern.

Missverständnisse

Das, was man gemeinhin als Bootstrap-Design sieht: Zappelnde Effekte, Schaltflächen mit Icons drauf - hat mit Bootstrap gar nichts zu tun. Das kommt über jQuery-Plugins und Webfonts rein, die man natürlich überall haben kann, ganz ohne Bootstrap.

Wer sich also erwartet, dass ein Bootstrap-Template all diese Wunderdinge kann, wird enttäuscht sein. Bootstrap selbst kann sehr wenig, und das bisschen ist ziemlich kompliziert.

Wer Bootstrap statt CSS "lernt", macht es ähnlich wie jemand, der nicht autofahren lernt, sondern lernt, wie man ein Auto auf einer bestimmten Straße fährt, indem er eine genaue Vorgabe einhält.

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