WebsiteBaker läuft langsam aus

Es gibt sie noch: Websites, die mit WebsiteBaker („Classic“) laufen, die also immer noch nicht zu WBCE portiert wurden. So langsam wird es Zeit, bevor die Felle endgültig davon schwimmen.
Und nein: Wordpress ist keine Alternative.

Wer heute versucht, zeitgemäße Module oder Templates für WebsiteBaker zu finden, landet in einer ausgedürrten Rumpelkammer des Grauens.

Lange Zeit konnte man sich noch bei der „Konkurrenz“ WBCE bedienen: In den durchaus gut gepflegten Verzeichnissen auf WBCE.org. Das funktioniert immer weniger. Es gibt mehr und mehr Probleme durch kleine Inkompatibilitäten, um die sich einfach niemand mehr kümmert. Ja – kann sein, dass man im WebsiteBaker-Forum Tipps bekommt, wie man dieses und jenes WBCE-Modul für WebsiteBaker ändern muss, wie man ein WBCE-Template zum Laufen bringe. Aber wozu? Statt einem Flickwerk kann man auch einfach WBCE nehmen, da funktioniert das auf Anhieb.

Warum WebsiteBaker nicht mehr läuft

Es wird wohl so sein, dass der Kern des CMS WebsiteBaker immer noch gepflegt wird. Aber was mit dem ganzen Rundherum – dem „Biotop“? Das wurde einfach links liegen gelassen, „das machen ja eh die anderen“. Aber die „Anderen“ = die Entwickler rund um WBCE – die haben sich dann eben auch immer weniger um WebsiteBaker gekümmert. 
Dazu kamen ein paar Änderungen, die mit einem Schlag viele Templates und Module inkompatibel gemacht haben, absolut unnotwendig, aber als Zeichen der Geringschätzung für die Arbeit anderer. So macht man sich keine Freunde.

Wer also heute noch WebsiteBaker verwendet, wird irgendwann ein Problem bekommen. Und dann wird auch das Update auf WBCE nicht mehr so einfach sein (ist es jetzt schon nicht mehr, und es wird schlimmer)

Und warum Wordpress keine Alternative ist

Ich betreue* ein paar hundert Websites (*von schnell mal was reparieren bis zu Design und dauernder Pflege). Natürlich kommt es immer wieder vor, dass ein Kunde den wunderbaren Wordpress-Versprechungen von wegen „alles total einfach und supermodern!“ glaubt.

Ich schaue mir das dann an und oft genug denke ich mir: Das hätte er einfacher – und sicher auch deutlich billiger haben können. Dafür hat eine „Wordpress-Agentur“ ein Jahr gebraucht und 3000,- aufwärts verlangt? Für viel weniger als vorher da war, dafür mit großen Stockfotos? Große Stockfotos kann man auch mit WBCE verwenden ;-)

Ich kenne Wordpress nur wenig, es kommt mir sehr sperrig und undurchsichtig vor. Es gibt zahllose Plug-Ins, die jeweils eben genau das eine machen, was gerade angesagt ist. Will man was anderes, braucht man was anderes. Man muss viel probieren und herumsuchen, immer wieder von vorne beginnen, da geht ziemlich Zeit rein. Vieles sieht nur im Demo gut aus, überhaupt ist viel Marketingmaschine drin.
Und das alles sehr zäh: Nicht umsonst sind irgendwelche „Beschleuniger“ die meistgefragten Plugins. Das nervt wirklich.

Ich kann mich auch des Eindrucks nicht erwehren: Die meisten Wordpress-Webdesigner haben kaum Ahnung von Wordpress, dafür viel Ahnung, wie sie das bissel Ahnung verkaufen können. Vermutlich ist es das, was man bei den zahllosen Wordpress-Kursen lernt: Wie verkaufe ich mich. Was der Kunde will, ist egal.
 

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